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Parodontitis

Gesund beginnt im Mund … 

Parodontitis bezeichnet eine bakterielle Entzündung des den Zahn umgebenden Gewebes. Dieses Gewebe verankert den Zahn mit dem Kieferknochen und umfasst nicht nur das Zahnfleisch, sondern außerdem das Zahnzement, das Zahnfach und die Wurzelhaut (gesamt: Zahnbett/ Zahnhalteapparat).

 

Zahnverlust durch Parodontitis

Die entzündliche Erkrankung des Gewebes führt dazu, dass der Zahn nicht wie vorgesehen im Kieferknochen verankert bleibt. Das Gewebe wird als Folge der chronischen Entzündung zunehmend abgebaut und das Zahnfleisch geht zurück.

Die Auswirkung: Die Zähne lockern sich und können ausfallen. Dadurch ist die Parodontitis die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Rund 35 Millionen menschen sind Parodontitis erkrankt. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter. Betroffen sind etwa die Hälfte aller 35 Jährigen. Ab 65 Jahren betrifft es bereits über 60% aller Menschen in Deutschland. Somit zählt die Parodontitis zu den Volkskrankheiten.

Die gute Nachricht: EineParodontitis ist behandelbar. Um eine Parodontitis früh zu erkennen, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen in Form einer regelmäßigen professionellen Zahnreinigung die einfachsten Maßnahmen.

 

Symptome einer Parodontitis

Eine Parodontitis wird oft vom Patienten selbst erst später erkannt, da sie nicht zwangsläufig zu Schmerzen führen muss. Sie entsteht aus einer Zahnfleischentzündung, die wiederum eine Folge bakterieller Zahnbeläge oder auch erblich bedingt sein kann.

Anzeichen einer Parodontitis:

  • Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen
  • Zahnfleischrückgang (Die Zähne scheinen „länger zu werden“)
  • Freiliegende Zahnhälse
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit an den Zahnhälsen
  • Entstehen von Zahnfleischtaschen/ Nahrungsreste sammeln sich verstärkt in den Zahnzwischenräumen
  • Mundgeruch
  • Zahnbeweglichkeit/ Zahnwanderung

 

Warum entsteht eine Parodontitis?

Eine Parodontitis entsteht durch Bakterien und kann unterschiedliche Auslöser haben. Die Ursache für die Parodontitis ist bakterieller Zahnbelag, der zu einer Zahnfleischentzündung führt. Besteht diese über einen längeren Zeitraum, kann sie sich verschlimmern und auf das umliegende Gewebe (Zahnhalteapparat) übergreifen.
Einige Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer Parodontitis:

  • unzureichende Mundhygiene
  • Rauchen
  • erbliche Faktoren
  • geringer Speichelfluss
  • engstehende Zähne
  • festsitzende Zahnspangen
  • geschwächte Immunabwehr
  • Diabetes mellitus
  • Medikamente (z.B. gegen hohen Blutdruck oder Immunsuppressiva)
  • veränderter Hormonhaushalt (Schwangerschaft oder Wechseljahre)

Behandlung der Parodontitis

Eine unbehandelte Parodontitis kann im schlimmsten Fall zu Zahnverlust aber auch bereits zuvor zu unangenehmen Folgen wie freiliegende Zahnhälse oder Zahnfleischrückgang führen. Außerdem kann durch die dauerhafte, chronische Entzündung die allgemeine körperliche Gesundheit negativ beeinflusst werden und andere Erkrankungen begünstigen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und mit der Behandlung zu beginnen. Eine Parodontitis benötigt eine dauerhafte Behandlung, da es sich dabei um einen fortschreitenden Prozess handelt. Dieser wird durch die regelmäßige Behandlung gestoppt, kann jedoch nicht wieder umgekehrt werden. Uns ist es möglich, durch mikrobiologische Diagnostik (Bakterientest, Test der Mundflora, etc.) die Parodontitis früh zu erkennen und eine Behandlung einzuleiten.

Die Grundlage jeder Parodontitis Behandlung ist die Entfernung aller bakterieller Zahnbeläge sowohl auf den Zähnen als auch unterhalb des Zahnfleisches – genau der Bereich, den Sie als Patient selber nicht erreichen können. Basierend auf einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik beraten wir unsere Patienten zunächst bezüglich alltäglicher Maßnahmen für die Mundhygiene Zuhause. Die regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume mittels Zahnseide oder Interdentalbürsten wird durch die richtige Zahnputztechnik ergänzt. In der Praxis folgt eine Professionelle Zahnreinigung. Im Zuge der PZR werden die bakteriellen Beläge auf der Zahnoberfläche, zwischen den Zähnen und am Rand des Zahnfleisches entfernt.

In einer speziellen Parodontitis-Behandlung werden die bakteriellen Zahnbeläge unter dem Saum des Zahnfleisches sowie in den Zahnfleischtaschen entfernt. Diese Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung. Im Falle einer fortgeschrittenen Parodontitis müssen manchmal ergänzend kleinere, chirurgische Eingriffe durchgeführt werden.

Je nach Schwere der Parodontitis ist eine antibakterielle Behandlung oder die Behandlung mit der Einnahme eines speziell abgestimmten Antibiotikums sinnvoll. Hierzu bieten wir einen mikrobiologischen Test an. In diesem Fall wird ein Abstrich aus der Mundhöhle entnommen und in ein Speziallabor geschickt. Dort werden sowohl die Bakterienarten analysiert als auch die vorhandene Menge der Bakterien bestimmt.

 

Regelmäßige Therapie und Nachsorge

Für den Erfolg der Behandlung müssen Patient und Zahnarzt Hand in Hand arbeiten. Die sorgfältige Mundhygiene Zuhause spielt eine entscheidende Rolle. Zusätzlich besteht die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrolltermine in Verbindung mit einer professionellen Zahnreinigung (je nach Schweregrad 2-4 mal jährlich). Auf diese Weise können Veränderungen schnell erkannt und behandelt werden. Die regelmäßige Kontrolle und Therapie beinhaltet außerdem eine Beratung hinsichtlich der heimischen Mundhygiene. Von der Wahl der Zahnbürste über Zahnseide, Mundspülung oder Zahnputztechnik – das Praxisteam steht Ihnen beratend zur Seite.

Eine frühzeitige Behandlung kann das Auftreten von allgemeinmedizinischen Erkrankungen verhindern, wie zum Beispiel:

  • Bluthochdruck
  • Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • (Herzinfarkt)
  • Diabetes
  • Rheuma
  • Risiko von Frühgeburten

Vereinbaren Sie gerne einen Termin.